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EIT Health Summit Reihe: Highlights und Erkenntnisse

Das EIT Health Summit 2020 beleuchtete über 4 Tage kritische Themen im Bereich der Innovationen im Gesundheitswesen mit Diskussionen und Networking.

Die größte Jahresveranstaltung von EIT Health fand vom 23. November bis 4. Dezember 2020 statt und brachte einige der weltweit führenden Experten zusammen, um wertvolle Einblicke  in die Bereiche Wirtschaft, Bildung, Forschung und Gesundheitsversorgung aus erster Hand zu erhalten. In diesem Jahr wurde untersucht, wie das Gesundheitswesen durch High-Value Care (HVC) besser auf die Bedürfnisse der Patienten umgestellt werden kann, wie wir das volle Potenzial und die Akzeptanz der Künstlichen Intelligenz (KI) Technologie ausschöpfen können und wie dringend neue Geschäftsmodelle erforderlich sind, um erfolgreiche Innovationen zu ermöglichen. Die Jahrestagung endete mit unserem EIT Health Catapult Finale, bei dem die aufregendsten und vielversprechendsten Start-ups von BioTech, MedTech und Digital Health vor einer Jury aus Experten, Interessenvertretern der Branche und Investoren gegeneinander antraten.

Tag 1: Implementierung von KI im Gesundheitswesen: Erfolg jenseits des Schlagworts

Das Panel-Thema für den Eröffnungstag wurde von Jorge Juan Fernández, Director of Innovation von EIT Health, moderiert. Er wies darauf hin, dass die umfangreiche Arbeit von EIT Health mit Aktivitäten, die KI betreffen, Forschung und Diskussionen sowie die Veröffentlichung des EIT Health Berichts über die „Transformation des Gesundheitswesens mit KI“, förderte. Die Diskussionsteilnehmer Dr. Bertalan Meskó und Dr. John Halamka waren sich einig, dass (KI) keine Mediziner ersetzen wird, sondern jene Mediziner, die KI verwenden, diejenigen ersetzen werden, die dies nicht tun. Dr. Meskó, Direktor des Futurist Institute, erklärte, dass die KI den Verwaltungsaufwand verringern und es den Medizinern ermöglichen werde, sich mehr auf die Patienten zu konzentrieren. Dr. Halamka, Präsident der Mayo Clinic Platform, stellte fest, dass KI durch die Analyse von Rohdaten von Patientenmonitoren zu Hause die Fernmedizin ermöglicht. „Es liefert die gleiche Qualität und die gleichen Ergebnisse zu geringeren Kosten in nicht traditionellen Umgebungen.“

Tag 2: High-Value Care: Evidenzbasierte Transformation in der Patientenversorgung

Die Session über High-Value Care wurde von Christina Åkerman, Vorsitzende des Beirats des EIT Health High-Value Care-Forums, moderiert. Sie sagte: „Wir müssen den Abfall aus dem System entfernen und die Pflege zu einer hochwertigen (High-Value) Pflege machen.“ Drei Experten, Pieter de Bey (Santeon), Henk Veeze (Diabeter Nederland) und Jan Hazelzet (Erasmus MC), stellten vor, wie ihre Organisationen einen High-Value Care – Ansatz gewählt hatten, um die Gesundheitskosten zu senken und Ergebnisse zu verbessern, indem sie sich auf das konzentrierten, was Patienten wollen. Henk Veeze, Senior International Medical Director von Diabeter Nederland, einem Diabetes-Pflegezentrum, das gute Gesundheitsergebnisse belohnt, um eine High-Value Care zu fördern, präsentierte ein Interview mit einem seiner Patienten, der sagte, dass seine Erfahrung mit Diabeter war, dass ihn jemand das erste Mal nach seinen Bedürfnissen als Patient gefragt hatte. Jan Hazelzet, Professor für Qualität und Wirkung der Gesundheitsversorgung am Erasmus University Medical Center in den Niederlanden, sagte, dass die große Herausforderung bei der Implementierung von High-Value Care in einer Einrichtung darin bestehe, das Engagement und die Motivation von Mitarbeitern zu fördern, während die Herausforderung auf europäischer Ebene sei, vergleichbare Patientendaten zu erlangen.

Tag 3: Neue Geschäftsmodelle: Anforderungen der Verbraucher erfüllen und wettbewerbsfähig bleiben

In dieser Session stellten Führungskräfte des Gesundheitswesens aufregende, neue Geschäftsmodelle und -ansätze vor und diskutierten, wie die Gesundheit mit dem rasanten Tempo der Veränderung Schritt halten kann. Zunächst untersuchten Kurt Höller (Direktor Business Creation, EIT Health) und Ariel Stern (Harvard Business School) die aktuelle Landschaft und diskutierten neue Geschäftsmodelle in der EU und den USA anhand von Fallbeispielen. Als nächstes betrachteten Gottfried Ludewig (Bundesministerium für Gesundheit) und Kristina Lagerstedt (1928 Diagnostics) Digitalisierung und Innovation aus EU-Sicht.

Tag 4: EIT Health Catapult Finale und Preisverleihung

Im Rahmen des renommierten Pitch-Wettbewerbs von EIT Health traten die neun aufregendsten und vielversprechendsten Biotech-, Medtech- und Digital Health-Start-ups gegeneinander an. Methinks AI belegte in der Kategorie „Digitale Gesundheit“ den ersten Platz für seine Lösung zur Verwendung der Bildgebungstechnologie, um die Zeit bis zur Behandlung bei Schlaganfallpatienten zu verkürzen, bei denen jede Sekunde zählt. In der BioTech-Kategorie gewann ‚UVera‘ mit seiner Lösung für natürlichen, sicheren, wirksamen, stabilen und umweltfreundlichen UV-Schutz, während der MedTech-Preis an ‚New Born Solutions‘ für seine Lösung zur Verbesserung der Erkennung von Infektionskrankheiten wie Meningitis bei Neugeborenen, ging. Der Wettbewerb vergab insgesamt mehr als eine Million Euro an Finanzmitteln und unterstützte weiterhin vielversprechende Start-ups bei der Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen.

Kurt Höller, Director Business Creation, EIT Health kommentiert; „Unterstützung ist besonders wichtig in Zeiten der Unsicherheit wie der aktuellen COVID-19-Pandemie, da wir uns auf diese innovativen und agilen kleinen Unternehmen verlassen, um intelligente Lösungen für wachsende Gesundheitsprobleme bereitzustellen. Wir freuen uns darauf, unsere Gewinner in der EIT Health-Familie willkommen zu heißen und sie beim Zugriff auf unser Netzwerk zu unterstützen, um ihre Verbindungen zu erweitern, ihr Wissen weiterzuentwickeln und Ressourcen zu erhalten, die ihnen dabei helfen können, ihre Lösungen für PatiententInnen und BürgerInnen in ganz Europa zu verwirklichen.“

Alle vier Sessions der diesjährigen virtuellen Veranstaltung können jetzt HIER On-Demand angesehen werden.