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Die Maske mit selbstdesinfizierender Technologie – Erste Ergebnisse des EIT Health ViruShield Projekts

Die Maske kombiniert Nanofiltertechnologie mit einer bewährten selbstdesinfizierenden Oberfläche mit antiviralen Eigenschaften im Kampf gegen COVID-19

Im Juni 2020 erhielten Forscher des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Hochschule Aachen eine Förderung durch die EIT Health COVID-19 Soforthilfe Initiative mit dem Ziel, alternative Filtermaterialien für Gesichtsmasken zu entwickeln. Diese Notwendigkeit resultierte aus Lieferengpässen und global unausgewogenen Lieferketten für persönliche Schutzausrüstungen. Das ViruShield  Projekt dient der Produktion eines alternativen Hochleistungsgewebes, welches kostengünstig, leicht verfügbar, waschbar und wiederverwendbar ist sowie die EU-Schutzstandards erfüllt.

Während Forscher am ITA der RWTH Aachen Experimente zu den chemischen und physikalischen Eigenschaften verschiedenster Textilien für Gesichtsmasken durchführten, konnten Forscher der Freien Universität Berlin nachweisen, dass diese neuen Textilien SARS-CoV-2-Viruspartikeln um bis zu 99,9 Prozent innerhalb weniger Stunden reduzieren können. „Die Textilien in diesen Masken können somit die ausgeatmeten Viren kontinuierlich inaktivieren und den Umgang mit diesen Masken insgesamt noch sicherer machen“, erläutert Professor Dr. Uwe Rösler, Direktor des Institut für Tier- und Umwelthygiene. „Darüber hinaus könnten solche Textilien auch dazu beitragen, Hygieneprobleme in anderen allgemeinen- und medizinischen Bereichen zu verringern, sogar über COVID-19 hinaus“

“Die nun verwendeten Filter halten bis zu 96 Prozent winzigster Partikel zurück, die zwischen 0,02 Mikrometer und 2 Mikrometer groß sind und übertreffen damit die Anforderungen an FFP2 Filter. Darüber hinaus sind sie deutlich besser waschbar als herkömmliches Meltblown Filtermaterial. Sie filtern im Gegensatz zu Meltblown Filtern vor allem über ein feines Netz aus dünnsten Filamenten und nicht über elektrostatische Aufladung“, erklärt Dr. David Schmelzeisen vom ITA den Ansatz des Projekts.

Die Forschungsergebnisse umfassen die Identifizierung von zehn verschiedenen desinfizierenden Textilbehandlungen, von denen zwei einen herausragenden Effekt auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2 Erregern hatten, und die Untersuchung von 30 verschiedenen Filtertechnologien. Innerhalb von 3 Monaten nach dem Start des Projekts, entwickelte das Projektteam 3 Prototypenserien, welche sowohl physisch als auch digital mit Endbenutzern getestet wurden. Das Endergebnis: die Upper Hand Maske.

Das der Upper Hand Maske zugrunde liegende Prinzip ist, dass textile Oberflächen eine starke positive Ladung aufweisen. Wenn Mikroben mit der Technologie in Kontakt kommen, wird die negativ geladene Mikrobenzelle beschädigt, was zu einer dauerhaften Zerstörung des Mikroorganismus führt. Sobald die Mikrobenzellen zerstört sind, weisen sie keine Ladung mehr auf. Sie fallen ab oder können leicht unter fließendem, kaltem Wasser abgewaschen werden. Die positiven Magnete, von denen sie angezogen wurden, können wieder die nächsten Mikrobenzellen aufnehmen, die ihnen in den Weg kommen. Die antimikrobielle Wirkung der Upper Hand Maske hält für bis zu 30 Waschgänge an.

Die Maske ist jetzt europaweit im Internet über den Online-Shop upperhand.co. erhältlich. In der ersten Woche wurden mehr als 1100 Masken verkauft und sie erhielten sofort positives Feedback.

Die Masken sind sehr angenehm zu tragen, die Atmung wird trotz der vielen Schichten nicht beeinträchtigt und sie sind von hoher Qualität.“ Prof. Dr. Christian Au, Hochschule Mainz.

Im Vergleich zu anderen Masken ist das Atmen einfacher und sie sind verstellbar und hinter den Ohren sehr bequem. Das Nackenband ist eine großartige Idee, ich muss die Maske nicht in meiner Tasche zerknittern und habe sie immer zur Hand.“ Astrid Schinz, Architektin.

Nachdem ich gemeinsam mit meinen Kollegen die Upper Hand Maske in der Schule ausprobierte, haben wir die Masken für das gesamte Lehrpersonal bestellt.“ Klaudia Weltin, Lehrerin an der Tages- und Abendschule Köln.

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