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Deutsch-Französischer Call für Projekte zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenz eröffnet

Die Französische Nationale Forschungsagentur (ANR) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) starten ihre zweite gemeinsame Ausschreibung für Projekte zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenz (AMR).

Ziele des Calls

Ein deutsch-französischer Expertenkomitee hat die folgenden beiden Schwerpunktthemen festgelegt:

1. Innovative Forschung zu AMR in Umweltspeichern (Wasser, Boden, Wildtiere, Pflanzen, Biofilme auf Kunststoffabfällen, etc.)

  • Biologische und epidemiologische Relevanz (Risikobewertung) von Umweltreservoirs für Mensch oder Tier hinsichtlich der Entstehung, Übertragung und Verbreitung von AMR
  • Auswirkungen von Antibiotika, Antibiotikarückständen und anderen Schadstoffen im Zusammenhang mit Hygienemaßnahmen bei der Gesundheit von Mensch und Tier
  • Verbesserte oder neuartige Verfahren zur Quantifizierung und Charakterisierung antibiotikaresistenter Bakterien, Gene und mobiler genetischer Elemente, Antibiotika und Antibiotikarückstände in umweltbezogenen Probenmatrizen (z.B. Abwasser, Boden, Luft).
  • Innovative Maßnahmen zur Reduzierung der AMR in Umweltreservoirs

2.   Innovative Forschung an antibiotikaresistenten Bakterien, die Menschen, Nutztiere, Haustiere und Lebensmittel besiedeln.

  • Epidemiologie, Biologie und Auswirkungen der Kolonisierung antibiotikaresistenter Bakterien
  • Innovative Ansätze zur Prävention oder Reduktion der Kolonisation mit antibiotikaresistenten Bakterien
  • Einfluss von Desinfektionsmitteln auf die Entstehung von kolonisierenden antibiotikaresistenten Bakterien

Zusammensetzung des Konsortiums

Es werden nur bilaterale Konsortien finanziert. Für die Zusammensetzung von Konsortien gelten die folgenden Bedingungen:

  • Es muss einen französischen und einen deutschen Koordinator geben; beide müssen Anspruch auf Förderung durch die jeweilige Förderagentur, ANR oder BMBF haben.
  • Weitere Partner, die von einer der beiden Agenturen gefördert werden können, können dem Konsortium beitreten.

Zeitplan

Die Bewerbung muss über ein einstufiges Einreichungsverfahren erfolgen. Die Anträge müssen in englischer Sprache verfasst sein und von einem der beiden Koordinatoren bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH über ein elektronisches Einreichungssystem eingereicht werden, das auf der VDI/VDE-Website verfügbar ist. Andere Einreichungsmöglichkeiten werden nicht akzeptiert.

Der Call soll in der dritten Dezemberwoche 2019 eröffnet werden. Weitere Informationen folgen in Kürze.