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Das Universitätsklinikum der RWTH Aachen beteiligt sich am Virtuellen Krankenhaus Nordrhein-Westfalen

Das Universitätsklinikum RWTH Aachen beteiligt sich an der Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen und meldet positive Ergebnisse.

Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat die Ressourcen der medizinischen Zentren erheblich belastet und das medizinische Personal vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt. Die medizinischen Zentren reagieren jetzt jedoch auf die Pandemie durch die rasche Einführung digitaler Werkzeuge und Technologien, wodurch sich die Art und Weise, wie Ärzte Patienten versorgen, verändert hat. Das Universitätsklinikum RWTH Aachen beteiligt sich an einem neuen Konzept des Landes Nordrhein-Westfalen – dem Virtuellen Krankenhaus Nordrhein-Westfalen.

Am 30. März 2020 eröffnete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet das so genannte „Virtuelle Krankenhaus“ am Universitätsklinikum Aachen. Die Idee war, ein europaweit einzigartiges Netzwerk zur telemedizinischen Unterstützung der Behandlung von Patienten mit Covid-19 zu schaffen und Fachkompetenz bundesweit zugänglich zu machen.

Über das „Virtuelle Krankenhaus“ können über 200 Krankenhäuser im Land bei schwerwiegenden stationär behandelten Covid-19-Verläufen über so genannte Telekonsile auf die intensivmedizinische und infektiologische Expertise der Universitätskliniken Aachen und Münster zurückgreifen. Insgesamt wurden in dieser Vorstufe des Verfahrens 843 Konsultationen bei 97 Patienten durchgeführt.

Das Feedback aus den Krankenhäusern war durchweg positiv: Die Ärzte berichteten, dass die Telekommunikation mit den Kollegen aus den Universitätskliniken Aachen und Münster ihnen ein hohes Maß an Behandlungssicherheit gaben. Die Zahlen spiegeln diese Einschätzung wider: Die Sterblichkeitsrate liegt mit 20,6 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 25 Prozent für Intensivpatienten, die aufgrund von Covid-19 behandelt wurden.

Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Klinikdirektor für Operative Intensivmedizin und Intermediäre Versorgung am Universitätsklinikum Aachen und verantwortlich für das Management und die Steuerung der Vorstufe des virtuellen Krankenhauses, bestätigt: „Die Bereitstellung von Intensivpflege-Expertise per Telekonsil erweist sich im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie als ein sehr erfolgreiches Mittel, um die Versorgung schwerkranker Bürger sicherzustellen. Der Plan, die Ressourcen der Intensivmedizin so effektiv wie möglich zu nutzen, ist perfekt aufgegangen. Wenn ich in die Zukunft blicke, bin ich daher sehr optimistisch, dass wir in NRW gut gerüstet sind, sollte es eine zweite Coronawelle geben.“