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Mehr Bewusstsein für Psoriasis: Interview mit Nia Health

Der August steht im Zeichen der Psoriasis-Aufklärung, eine Zeit, um Informationen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu teilen.

 

Psoriasis und Psoriasis-Krankheit betreffen Millionen von Menschen auf der ganzen Welt und jeden August veranstaltet die National Psoriasis Foundation (NPF) den #PsoriasisActionMonth, eine Kampagne, die sich für diejenigen einsetzt, die unter der emotionalen und körperlichen Belastung durch Psoriasis leiden, und das Bewusstsein für Psoriasis zu schärfen . Nia Health, ein Gewinner des EIT Health Headstart Awards, hilft Patienten mit chronischen Hauterkrankungen, darunter Psoriasis. Anlässlich des #PsoriasisActionMonth haben wir mit Dr. Reem Alneebari, Mitbegründer, Dermatologe und Chief Medical Officer von Nia Health, gesprochen.

 

1. Mehr als 100 Millionen Menschen weltweit leiden an Psoriasis, aber Psoriasis wird von Angehörigen der Gesundheitsberufe immer noch weitgehend unterschätzt und unzureichend behandelt. Wieso?

Ich muss dieser Aussage widersprechen, da Psoriasis eine bekannte chronische Erkrankung im Gesundheitswesen ist, zu der das medizinische Fachpersonal klare Behandlungsprotokolle hat. Die systemische Therapie hat bei der Behandlung von Psoriasis einen langen Weg zurückgelegt. Auch sehr schwere Krankheitsverläufe sind heute gut beherrschbar. Wir haben jedoch beobachtet, dass Psoriasis von der Gesellschaft oft unterschätzt/fehlinterpretiert wird. Vielen Menschen, die nicht direkt von der Krankheit betroffen sind, fehlt oft noch das Verständnis dafür, wie groß die Einschränkungen und Herausforderungen im Alltag der Betroffenen sind. Mehr Bildung – beginnend im Kindesalter – würde unserer Gesellschaft sicher sehr gut tun und zu mehr Rücksichtnahme und Toleranz führen.

 

2. Mit Nia Health haben Sie Sorea entwickelt, einen digitalen Begleiter für Psoriasis-Patienten. Was sind die Hauptfunktionen der Sorea App?

Einerseits können Patienten ihren Gesundheitsfortschritt über klinisch validierte Scores und Fotos dokumentieren. Dies hilft den Betroffenen, ihre Krankheit zu objektivieren. Darüber hinaus können bei Bedarf wichtige Daten für ein eventuelles Arztgespräch weitergegeben werden. Zum anderen helfen wir Betroffenen mit unserer App Sorea, dem ersten überhaupt registrierten Medizinprodukt für Psoriasis-Patienten, mehr über die Krankheit zu erfahren. Mit klinisch validierten Inhalten werden Patienten in die Lage versetzt, ihre Krankheit im Alltag besser zu bewältigen. Einzigartig ist sicherlich unser eigener Bereich für Eltern betroffener Kinder: Für sie haben wir exklusiv das bewährte Curriculum der Fachklinik Sylt in multimedialer Form aufbereitet, damit Patienten/Eltern ihn gemeinsam mit sich/ihren Kindern mobil durcharbeiten können (Diese Funktion wird in Kürze verfügbar sein). Erstmals unabhängig von Zeit und Raum.

 

3. Sorea wurde 2020 auf den Markt gebracht. Wie wird sie bisher angenommen?

Während der Beta-Phase hatten wir bereits mehrere Tausend Nutzer auf unserer Plattform.

 

4. Die negativen Auswirkungen der Psoriasis auf das Leben der Patienten können sicherlich verringert werden. Was kann getan werden?

Wie bereits erwähnt, betrachten wir Aufklärung und Patientenbefähigung als wichtige Faktoren. Es ist jedoch ebenfalls wichtig, stets die höchste medizinische Qualität der Inhalte sicherzustellen. Für viele Patienten ist es angesichts der Informationsflut, die heute im Internet zu finden ist, oft schwer zwischen guten und schlechten Informationen zu unterscheiden. Mit der Sorea App wollen wir daher eine digitale und vertrauenswürdige Informationsquelle etablieren, auf die sich Psoriasis-Patienten verlassen können.

 

5. Was sind die nächsten Schritte für Nia Health? Welche Meilensteine ​​packen Sie gerade an?

Für uns als Unternehmen ist die BfArM-Notierung als DiGA sicherlich ein großer Meilenstein. Wir sind sehr optimistisch, dass wir mit unserem ersten Medizinprodukt, der Neurodermitis-App Nia, schon bald erste Erfolge vermelden können.

 

6. Was ist Ihre persönliche Botschaft für den Psoriasis-Monat?

Seien Sie respektvoll miteinander. Wenn Sie Betroffene in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis haben, überlegen Sie, wie Sie ihnen etwas Gutes tun können.

 

Interessiert an der App? Weitere Informationen und die Download-Möglichkeiten finden Sie unter: www.sorea-health.de