Integrated Personalized Diabetes Management Goes Europe:
iPDM-GO

Schon gewußt?

  • Diabetes betrifft rund 58 Millionen Bürger in Europa1
  • Im Jahr 2017 sind allein in Europa rund 477.000 Todesfälle auf Diabetes zurückzuführen1
  • Im Jahr 2017 überstiegen in Europa die geschätzten Gesamtkosten für Diabetes 160 Milliarden US-Dollar1
  • Bis 2045 werden schätzungsweise 67 Millionen Menschen in Europa an Diabetes leiden1

Die Mission von iPDM-GO

Durch die Bereitstellung eines integrierten personalisierten Diabetes-Managements (iPDM) ist es unser vorrangiges Ziel, das Leben von Menschen mit Typ-2-Diabetes positiv zu beeinflussen. Durch die Entwicklung und Bereitstellung personalisierter Lösungen und Dienstleistungen möchten wir das Diabetes-Selbstmanagement unterstützen und die Lebensqualität der Bürger verbessern. Darüber hinaus glauben wir, dass iPDM-GO als Proof-of-Concept für andere chronische Krankheiten dienen kann, da wir eine ergebnisorientierte Gesundheitsversorgung in Europa verwirklichen wollen.

Was ist iPDM-GO?

 

 

Integriertes personalisiertes Diabetes-Management (iPDM) ist ein therapeutischer Ansatz, der den Diabetes-Behandlungsprozess strukturiert, Pflegepersonal und Patienten miteinander verbindet, indem digitale Tools zur Visualisierung und Analyse von Daten genutzt werden.2,3  So unterstützt iPDM Patienten und deren Angehörige sowie das betreuende Pflegepersonal in ihrer gemeinsamen Entscheidungsfindung im Rahmen der Behandlung. Das iPDM-Konzept besteht aus sechs Schritten (Abbildung).

Das iPDM-GO-Konsortium wird iPDM in einer Testphase in der Region Seeland (Dänemark) implementieren, um die Grundlage für die Expansion in weitere europäische Länder zu schaffen. Dieser Skalierungsprozess wird von einem internationalen Multi-Stakeholder-Beirat geleitet und beinhaltet eine gründliche Analyse der Gesundheitssysteme. Parallel dazu wird das iPDM-GO-Konsortium ein neuartiges Instrument zur Patientenbewertung entwickeln, um iPDM zu verbessern und die Behandlung an die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen einzelner Diabetiker anzupassen.

Das Tool wird in einem benutzerzentrierten Entwurfsprozess entwickelt, bei dem frühzeitig Input von relevanten Stakeholdern berücksichtigt wird. Darüber hinaus wird iPDM-GO mithilfe von Methoden des maschinellen Lernens neue Möglichkeiten für die Nutzung von Big-Data-Ressourcen evaluieren. Ein weiteres Ziel ist es, wirksame Schulungsprogramme für Pflegepersonal zu entwickeln, um hier die Schlüsselfaktoren für den Erfolg bei der Implementierung von iPDM kennenzulernen. Wichtig ist, dass iPDM-GO ein Toolkit zur qualitativen Transformation der Pflege im Bereich Diabetesmanagement entwickelt, das die Implementierung einer wertbasierten Gesundheitsversorgung in europäischen Ländern auf der Grundlage des iPDM-Prozesses unterstützt.

Ein digitaler Wandel – unser Dreijahresplan

 

Da das Alltagsleben immer digitaler wird, möchten wir bei der digitalen Gesundheitsversorgung eine Vorreiterrolle einnehmen und iPDM als Motor der Innovation im Bereich des modernen Diabetesmanagements integrieren. In dieser Hinsicht verfolgt iPDM einen zeitgemäßen digitalen Ansatz zur Behandlung von Diabetes, der es den Patienten massiv erleichtert, mit ihren behandelnden Ärzten und Pflegepersonal zu kommunizieren.

 

In den nächsten 3 Jahren wird iPDM-GO...

  • alle Möglichkeiten nutzen, die eine gemeinsame Weiterentwicklung des Projektes unter Einbeziehung aller Beteiligten bietet.
  • eine personalisierte und patientenorientierte Diabetesversorgung ermöglichen
  • die Chancen nutzen, eine wertorientierte Gesundheitsversorgung für Diabetespatienten in Europa zu implementieren
  • Diabetespatienten ermöglichen, fundiertere Entscheidungen zu treffen, die auf ihren individuellen Behandlungsbedürfnissen und persönlichen Vorlieben beruhen
  • Ärzten helfen, fundiertere Therapieentscheidungen zu treffen, die auf den Bedürfnissen des einzelnen Patienten basieren

Erfolge bis heute...


Insgesamt trafen sich 25 Mitglieder des Konsortiums für zwei Tage in Kopenhagen, um sich informell kennenzulernen, die gemeinsamen Arbeitspläne abzustimmen und administrative Aufgaben zu besprechen. Es wurden detaillierte Pläne für den aktuellen und zukünftigen Projektzeitraum vorgelegt.

Januar 2019: Kick-Off Meeting des iPDM-GO Konsortiums

iPDM-GO-Konsortiumsmitglied Prof. Freimut Schliess veröffentlichte einen Blogbeitrag über die Zusammenarbeit zwischen digitalem Diabetes-Management und EIT Health

Februar 2019: Blog post in 'Digital Health'

Die Strategie für die medizinische Ausbildung von iPDM-GO konzentriert sich in erster Linie auf das interdisziplinäre Team von Fachleuten des Gesundheitswesens, die innovative Technologien und Dienstleistungen entwickeln. Highlights des Plans sind:

  • Ein Design Thinking Workshop in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Labor für Molekularbiologie (2. Jahr)
  • Ein Symposium (als Satelliten-Event) auf einem internationalen Diabetes-Kongress (2. oder 3. Jahr)
  • Ein Training für das multidisziplinäre HCP-Team (3. Jahr)

Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass diese Aktivitäten nicht nur qualitativ hochwertig sind, sondern auch dazu beitragen, das Bewusstsein für das Projekt, die beteiligten Partner und EIT Health selbst zu stärken.

Juni 2019: iPDM-GO-Bildungsstrategie abgeschlossen

Unser Beirat, bestehend aus zehn Experten aus den Bereichen Diabetes, Patientenversorgung und Krankheitsmanagement, traf sich in den Büros von IDF Europe, um ihre Beteiligung an der Umsetzung von iPDM-GO zu erörtern. Einer der wichtigsten Aspekte des ersten Treffens bestand darin, die wichtigsten Zielmärkte in Europa in die engere Auswahl zu nehmen und anschließend eine Liste mit Indikatoren zu erstellen, um diese Märkte auf Landesebene zu analysieren.

 

Juli 2019: Erste Sitzung des iPDM-GO-Beirats in Brüssel

Zwei iPDM-GO-Abstracts wurden zur Präsentation auf wissenschaftlichen Konferenzen angenommen: Dr. Allan Jones wird das gesamte iPDM-GO-Projekt auf dem EMBO-Workshop „Precision Health: Molekulare Basis, Technologie und digitale Gesundheit“ in Heidelberg (13.-16. November) vorstellen, während Dr. Laila Starr auf dem Kongress „ISPOR Europe“ in Kopenhagen (2.-6. November) unseren gesundheitsökonomischen Ansatz vorstellen wird.

 

August 2019: iPDM-GO Abstracts angenommen

Dr. Allan Jones präsentierte iPDM-GO Führungsmitgliedern von ungefähr 35 Industriepartnern von EIT Health in Amsterdam. Das Projekt wurde unter der Überschrift „Wie können wir gemeinsam mit Kostenträgern und Gesundheitsdienstleistern Innovationen entwickeln, um kostengünstige Interventionen für bessere Gesundheitsergebnisse für Patienten bereitzustellen?“ vorgestellt.

September 2019: iPDM-GO-Präsentation auf dem EIT Health Industry Round Table

Das iPDM-GO Advisory Board

Der Multi-Stakeholder-Beirat von iPDM-GO setzt sich aus Angehörigen der Gesundheitsberufe, Patienten, privaten und öffentlichen Kostenträgern sowie führenden Forschern im Bereich der wertorientierten Gesundheitsversorgung und integrierten Versorgung zusammen. Der Beirat wird vom European Chapter der International Diabetes Federation (IDF Europe) koordiniert. Die Gruppe tritt zweimal im Jahr zusammen und liefert Beiträge zur Implementierung von iPDM in einem wertorientierten Gesundheitsumfeld.

Warum ist dieses Projekt ein EIT Health-Projekt?

iPDM-GO steht im Einklang mit der EIT Health Focus Area „Care Pathways“, da es darauf abzielt, die Pflege zu verbessern, indem diese ergebnisorientierter gestaltet wird. Das Projekt folgt auch nach dem EIT Health Schwerpunkt „Bringing Care Home“, da es einen Ansatz fördert, der es Menschen mit Diabetes ermöglicht, mehr für sich selbst zu tun.

Erfahren Sie mehr über die Konzepte, auf denen iPDM aufbaut und wie sie in das iPDM-GO einfließen: Nutzen Sie unser neues eLearning-Modul.

 

EIT Health Projekt-Partner

Externe Partner

  • Region Sjælland
  • Kopenhagen (Københavns Kommune)

Wichtige bisherige Veröffentlichungen

 

Hauptpublikationen

 

Poster

Kontakt

Dr. Allan Jones

Roche Diabetes Care Deutschland GmbH

Quellen

  1. International Diabetes Federation. IDF Diabetes Atlas, 8th edn. Brussels, Belgium:
    International Diabetes Federation, 2017. http://www.diabetesatlas.org
  2. Heinemann L et al. Benefit of Digital Tools Used for Integrated Personalized Diabetes Management: Results From the PDM-ProValue Study Program. J Diabetes Sci Technol. (2019)
  3. Kulzer B et al. Integrated personalized diabetes management improves glycemic control in patients with insulin-treated type 2 diabetes: Results of the PDM-ProValue study program.Diabetes Res Clin Pract. (2018)