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Startup Mindpax erhält Fördersumme zur Weiterentwicklung digitaler Therapie schwerer psychischer Erkrankungen

Sie sind Finalisten des EIT Health Catapult Programms, jetzt erhalten sie eine Startfinanzierung über 1,3 Millionen Euro: Das Startup Mindpax nutzt die Fördersumme, um ihre Überwachungslösung zur Vorhersage schwerer Angriffe auf die mentale Gesundheit weiterzuentwickeln.

Laut WHO wird weltweit einer von vier Menschen irgendwann in seinem Leben von einer mentalen oder neurologischen Störung betroffen sein. Rund 450 Millionen Menschen leiden aktuell unter einem solchen Zustand, was psychische Störungen zu einer der häufigsten Ursachen von Gesundheitsschäden und Invalidität weltweit macht..

Das junge Unternehmen Mindpax konzentriert sich genau auf dieses Thema, und zwar mit einer Überwachungsplattform zur Identifizierung entscheidender Biomarker, welche den gesamtkörperlichen Zustand sowie die mentale und physische Gesundheit der jeweiligen Person spiegeln. Gegründet wurde das Startup bereits 2015, seither richtet sich Mindpax mit seiner Lösung an Menschen, die unter Schizophrenie oder einer bipolaren Störung leiden und haben speziell für diese Patienten eine personalisierte e-Health Plattform entwickelt, die mithilfe einer App funktioniert, welche kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum den Krankheitsverlauf über ein Wearable abbildet. Mindpax ist dazu in der Lage, den Lernprozess im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu beschleunigen und Rückfälle zu vermeiden, dies gelingt durch eine Visualisierung verständlich aufbereiteter Daten zu Aktivitäten, Schlaf, Stimmungen, äußeren Ereignissen und sonstigen Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen können.

Letztes Jahr war Mindpax zudem Teil des Accelerator-Programms „JLABS“ von Johnson & Johnson, wurde im Rahmen der BioVaria 2019 als vielversprechendstes Jungunternehmen ausgezeichnet und zudem als eines von zwei deutschen Startups für das EIT Health Go Global Canada Programm ausgewählt.

Im April 2020 hat das Startup jetzt verkündet, Startkapital in Höhe von 1,3 Millionen Euro von den tschechischen Investmentfirmen Nation 1, Redwood Capital sowie den privaten Investoren Ivan Hruska und Vlastimil Palata erhalten zu haben. Ziel der jungen Unternehmer ist es, ihre Standorte in Prag und München auszubauen sowie eine weiterreichende Expansion innerhalb Europas zu realisieren.