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Siemens Healthineers, AIT und Telbiomed starten internationale Vertriebspartnerschaft

Das AIT Austrian Institute of Technology und der AIT-SpinOff Telbiomed haben die Siemens Healthineers als internationalen Kooperations-, Vertriebs- und Entwicklungspartner gewonnen. Damit wird eine neue flexible telemedizinische Lösung auf Basis der AIT-Telehealth-Plattform weiterentwickelt und internationalisiert.

Das Austrian Institute of Technology (AIT) und sein Spin-off Telbiomed arbeiten gemeinsam mit dem Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers an der Weiterentwicklung und Internationalisierung neuer telemedizinischer Lösungen. Die zugrundeliegende Technologie – eine Telehealth-Plattform – wurde vom AIT entwickelt, um es chronisch kranken Patienten zu ermöglichen, Vitaldaten, die mit einfachen Messgeräten erfasst wurden, über eine mobile App an eine Datenbank zu übermitteln. Im Rahmen des Projektes „HerzMobil Tirol“ wird diese Plattform seit 2002 zur besseren Versorgung von Herzinsuffizienz-PatientInnen eingesetzt und gehört heute zur Standardversorgung in Tirol.

Das AIT gründete das Spin-off-Unternehmen Telbiomed, um die zugrundeliegende digitale Lösung für das Gesundheitswesen zur kommerziellen Nutzung zu bringen. Dank seines modularen Aufbaus kann das System an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden, die sich für einzelne chronische Krankheiten ergeben. So wurde die Plattform beispielsweise für den Einsatz bei der aktuellen COVID-19 Pandemie so angepasst, dass sie die Versorgung von Menschen mit unklarem Infektionsstatus erleichtern kann. Die potenziell betroffenen Menschen zeichnen täglich Körpertemperatur, Sauerstoffsättigung und spezifische Symptome auf, so dass das Pflegepersonal ihren Verlauf aus der Ferne überwachen und im Notfall schnell reagieren kann.

„Gemeinsam mit Telbiomed ist es uns gelungen, die AIT-Technologie in Tirol und der Steiermark in das Versorgungssystem zu bringen. Mit den Siemens Healthineers haben wir einen weltweit anerkannten Partner im Gesundheitswesen gewonnen, um die AIT-Technologie weiter zu internationalisieren“, so Prof. Dr. Elke Guenther, Leiterin des Center for Health & Bioresources am AIT.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers wird das COVID-19 Telemonitoring-System auch im Universitätsklinikum Mannheim eingesetzt, allerdings auf eine ganz andere Art und Weise: Dort wird das medizinische Personal mit dem System betreut, um bei Infektionen oder Verdachtsfällen schnellstmöglich reagieren zu können. In Form eines „Corona Tagebuchs“ erfassen die Fachärzte nach den Regeln des Robert-Koch-Instituts täglich den Gesundheitszustand und geben den behandelnden Betriebsärzten einen schnellen Überblick.

Hier geht es zur Pressemitteilung des AIT