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SensArs Gründer Francesco Petrini steht auf der Liste der „European innovators under 35“ des MIT

Sie waren bereits Gewinner des EIT Health Headstart Awards 2018 und im selben Jahr Finalist beim European Health Catapult – jetzt wurden das Unternehmen SensArs Neuroprosthetics und sein CEO Francesco Petrini vom MIT in der renommierten Liste „European Innovators Under 35“ erwähnt.

Das Magazin MIT Technology Review erwählt jährlich eine Liste der vielversprechendsten Innovatoren weltweit, die mit ihren Aktivitäten die Zukungt von Wissenschaft und Technologie verändern. Die diesjährige Liste schließt insgesamt sechs Innovatoren aus dem EIT Netzwerk ein, darunter Francesco Petrini von SensArs Neuroprosthetics. SensArs Neuroprosthetics ist ein EPFL-Spin-off, das sich auf Neuromodulationstechniken für das periphere Nervensystem spezialisiert hat. Das Vorzeigeprodukt des jungen Unternehmens ist SENSY, ein weltweit einzigartiges Instrument, mit dem für Patienten mit einer amputierten unteren Extremität die sensorische Rückmeldung aus ihrer Prothese wiederhergestellt werden kann. Die Prothese ermöglicht Anwendern, ein Tastempfinden wahrzunehmen, was zu einem gesteigerten Selbstvertrauen und somit einer Reduzierung von Stürzen führt. Dieser Effekt wird erreicht, indem der Ischiasnerv des Patienten durch winzige implantierte Elektroden stimuliert wird. Infolgedessen erfährt er Patient von der Prothese eine sensorische Rückmeldung, die mit der eines echten Beins vergleichbar ist.

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Laut François Jouen, Studiendirektor und Senior Forscher an der Ecole Pratique des Hautes Etudes und Mitglied der Innovators Under 35 Europe 2019 Jury, unterbreitet  SENSY „einen sehr innovativen Lösungsansatz, um den Verarbeitungsprozess sensorischer Informationen für amputierte Personen erneut zu aktivieren.“ 

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen klinische Studien in Kooperation mit der Universität Belgrad durchgeführt und testete das Neurofeedback-System erfolgreich am Beispiel zweier Freiwilliger, die aufgrund einer Amputation oberhalb des Knies eine Beinprothese tragen. Am Ende des Testlaufs konnten beide Patienten schneller gehen, empfanden die Fortbewegung als weniger anstrengend und erfuhren eine Linderung ihrer Phantomschmerzen. Das System bot für die amputierten Patienten verschiedene Vorteile, diese wurden in einem wissenschaftlichen Papier zusammengefasst: “Sensory feedback restoration in leg amputees improves walking speed, metabolic cost and phantom pain.”

Der nächste Schritt ist jetzt die Entwicklung eines Systems, das kabellose Neurostimulation ermöglicht und, ähnlich einem Schrittmacher, dem Patienten gänzlich implantiert werden kann. In der Folge kann es die nötigen Zertifizierungen erhalten, bevor es schlussendlich in den Markt eingeführt wird.