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Living Brain erhält Auszeichnung als Kultur- und Kreativpilot 2019

Das EIT Health Germany Startup ‚Living Brain‘ aus Heidelberg ist von der Initiative Kultur- und Kreativpiloten ausgezeichnet worden. Am 12. November fand in Berlin die Verleihung statt, bei der 32 Unternehmen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland prämiert wurden.

Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmer, die mit Mut und Engagement der Frage nachgehen, was man noch besser machen kann, wo noch mehr Potential ist. Dieses Jahr wird sie zum 10. Mal verliehen und ist unter dem Motto #losmachen aktiv. Die Gewinnerteams hatten die Chance, das Kanzleramt zu besuchen.

Barbara Stegmann und Julian Specht von Living Brain freuen sich über die Auszeichnung.

Monika Grütters, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, sagte: “Jede einzelne Geschäftsidee der Kreativpilotinnen und Kreativpiloten überzeugt durch die kluge Auseinandersetzung mit der Gegenwart, durch den visionären Blick in die Zukunft und durch die Kraft der Phantasie – und genau darum geht es bei der Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn Phantasie und Ideen sind die Basis der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. So tragen Kreative, Künstlerinnen und Künstler als Vordenker und Pioniere mit ihrer Arbeit dazu bei, Lösungen für eine nachhaltige, bessere Welt zu finden.”

Living Brain ist im Feld der Medizin aktiv: Mit virtueller Realität werden kognitive Beeinträchtigungen von Patienten mit neurologischen Erkrankungen behandelt. In Deutschland leiden 4.5 Millionen Menschen an kognitiven Einschränkungen durch neurologische Erkrankungen, also an Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis, der Aufmerksamkeit oder der Konzentration. Sie müssen wieder lernen, alltäglichste Dinge selbstständig durchzuführen. Hierzu kommen alltagsnahe Szenarien, wie bspw. eine Küche oder ein Garten zum Einsatz: In der virtuellen Realität werden spielerisch Fähigkeiten trainiert, bspw. Gemüse zu pflanzen oder in einer Küche ein Gericht zuzubereiten. In Kombination mit psychologischen Lernstrategien können sich neuronale Bahnen in einem frühen Stadium neu verbinden. Dem Team um Barbara Stegmann, Till Ikemann und Julian Specht geht es darum, Betroffene in die Lage zu versetzen, dass sie unabhängig von Ort und Zeit ihr Training selbstbestimmt durchführen können. Wo heute noch Stift und Papier das gängige Trainingsmedium sind, geht Living Brain neue Wege – und ermöglicht so ein Training, das die Rückkehr in den Alltag erleichtern soll.

Organisator der Auszeichnung ist das u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. Förderer ist die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung, ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mehr Informationen zu Living Brain finden Sie hier.