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Limula erhält 4,7 Millionen Euro Finanzierung

Der Finalist des EIT Health Catapult, Limula, hat vom European Innovation Council (EIC) einen Zuschuss in Höhe von 4,7 Mio. Euro für die Entwicklung einer modularen Produktionsplattform für Zell- und Gentherapie erhalten.

Limula (Schweiz) rettet Leben, indem es einen breiten Zugang zur neuesten Generation personalisierter Krebstherapien ermöglicht. Ihre Plattformtechnologie unterstützt die Skalierung der Produktion und bringt die automatisierte Herstellung von Zelltherapien direkt zu den Patienten an den Ort der Behandlung. Ihr Alleinstellungsmerkmal liegt in der einzigartigen Konstruktion ihres Tischgeräts und der dazugehörigen Einweg-Verbrauchsmaterialien. Durch die Automatisierung aller Schritte der Zelltherapieproduktion in einem einzigen Gerät macht die Technologie große Anlagen und manuelle Eingriffe überflüssig. Indem sie die Herstellung näher an den Patienten heranbringt, spart die Lösung von Limula Zeit, senkt die Kosten, vereinfacht die Logistik und verbessert letztlich den Zugang zu diesen revolutionären Krebsbehandlungen.

Das Konzept hinter der Plattformtechnologie von Limula entstand, nachdem das Team in Gesprächen mit klinischen Forschern, die an der Entwicklung revolutionärer Zelltherapieprodukte für die Behandlung refraktärer Krebsarten beteiligt sind, eine eindeutige Technologielücke festgestellt hatte. Sie teilten ihre Enttäuschung darüber, dass es keine zuverlässige und skalierbare Quelle für qualitativ hochwertige Zellprodukte gibt, und forderten automatisierte und standardisierte Herstellungsmethoden. Das Team von Limula hat ein Gerät erfunden, als Prototyp entwickelt und patentiert, das den komplexen Prozess der Zelltherapieherstellung berücksichtigt und zu einer hochgradig anpassbaren Lösung führt, die das Potenzial hat, das gesamte Potenzial personalisierter Krebsbehandlungen zu erschließen.

Das Team gab vor kurzem bekannt, dass es nach einer positiven Bewertung seines Projektvorschlags einen sehr wettbewerbsfähigen EIC Pathfinder grant erhalten hat. Der Vorschlag trug den Titel „Geschlossene und automatisierte Online-Überwachung zur Prozesskontrolle und verbesserten Entscheidungsfindung in der Zell- und Gentherapieherstellung“.

 

Das Projekt wurde für sein bahnbrechendes Potenzial anerkannt und gehörte zu den acht Projekten, die aus den 132 Einreichungen für die Aufforderung des EIC Pathfinder Challenge 2021 zum Thema „Aufstrebende Technologien für Zell- und Gentherapien“ ausgewählt wurden. Die Partner, die das Konsortium hinter dem Projekt PAT4CGT bilden, erhalten zusammen 3,6 Mio. EUR von der Europäischen Kommission und weitere 1,1 Mio. EUR vom Bundesamt für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

„In der CGT-Industrie besteht ein deutlicher Bedarf an Prozessanalysetechnologien, die auf den „Ein-Patient-eine-Charge“-Charakter von hochpersonalisierten Zelltherapien zugeschnitten sind. Wir wollten die bestmöglichen Partner finden, um unsere Bioreaktortechnologie zu ergänzen und unseren Kunden die bestmögliche Lösung zu bieten. Wir glauben, dass wir mit PAT4CGT das richtige Team zusammengebracht haben“, sagte Luc Henry, CEO und Mitbegründer von Limula.