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Kategorie MedTech: Das sind die regionalen EIT Health Catapult Finalisten Amparo, InLine-Med, Deepc and Peragraft.

13 Finalisten wurden für den diesjährigen Regionalen Vorentscheid des EIT Health Catapults ausgewählt. Hier sind die vorausgewählten Kandidaten aus der Kategorie MedTech: Amparo, InLine-Med, Deepc und Peragraft.

Am 26. Mai 2020 lädt EIT Health Germany zum Regionalen Vorentscheid des EIT Health Catapult Programms ein. In diesem Jahr sind 13 vielversprechende junge Unternehmen aus ganz Europa dabei, darunter vier aus der Kategorie MedTech. Das sind die Teams und ihre Projekte:

InLine- Med

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: Die InLine-Med GmbH kombiniert intelligente Positionierungsalgorithmen, innovative Operationsführung und optimierte Biopsienadeln zur Steigerung der Effizienz, Genauigkeit und Sicherheit bei der Krebsdiagnose (Biopsie), Krebsbehandlung (Thermotherapie) und Schmerztherapie. Durch den Einsatz eines Inline-Navigators, ähnlich einem GPS für Autos, ist der Radiologe in der Lage, eine Startposition und ein Ziel auszuwählen. Darüber hinaus zeigt die App dem Benutzer den Verlauf und die nächsten Schritte für den erforderlichen Eingriff an.

Ursprung der Idee: Die Idee der Unternehmensgründung kam während unserer Masterarbeit im Bereich Medical Engineering in Magdeburg auf. Durch das Förderungsprogrammnt EXIST wurde es uns ermöglicht, unser Konzept zu entwickeln und zu verbessern.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): Wir bringen die Vorteile der künstlichen Intelligenz ein, um eine Alternative für die hohen Investitionen in die Roboterchirurgie zu schaffen.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Wir möchten mit unserem Unternehmen noch mehr nach außen treten, um weitere Investoren und Kooperationspartner zu finden.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? Wir benötigen ein Investment in Höhe von sechs Millionen Euro, um unsere Idee auf den Markt zu bringen. Das Konzept wird es uns ermöglichen, InLine-Med als das weltweit größte Unternehmen für Biopsienadeln und -unterstützung zu positionieren.

Amparo

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: Amparo definiert die Prothesenschaft-Technologie neu. Der „Confidence Socket“ ist ein innovatives Standardprodukt, das entwickelt wurde, um einen zielgerichteten, schnelleren und wirtschaftlicheren Versorgungsprozess zu ermöglichen.

Ursprung der Idee:Im Jahr 2014 begann unsere Reise mit der Erfindung des Confidence Socket als universitäres Design Thinking-Projekt mit zwei Feldforschungsreisen nach Südafrika und Brasilien. Wir sammelten Einblicke in die Problemdefinition und die Gründe für den mangelnden Zugang zu Prothesen für Amputierte im Kontext von Entwicklungsländern, die hauptsächlich dem Mangel an ausgebildetem Personal und der richtigen Infrastruktur geschuldet sind. Weitere Forschungen wurden in Deutschland fortgesetzt, und wir kamen zu dem Schluss, dass ähnliche Probleme auch in fortschrittlicheren Ländern bestehen; es werden zu verschiedenen Anlässen weite Strecken zurückgelegt, um orthopädische Werkstätten zu erreichen, und der Schaft wird häufig gewechselt, wenn sich das Stumpfvolumen ändert. Das Gründerteam brauchte fast drei Jahre, um den endgültigen Produktprototyp des Confidence Sockets („Vertrauensschaft“) zu entwickeln.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): #1 kostengünstig, #2 Schneller Prozess, #3 Tragbare  Instrumente zur Fernüberwachung, #4 Vormontiertes Standard-Produkt, #5 Bis zu zehnmal wiederverwendbar.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Wir zielen darauf ab, unsere Wirkung und Geschäftsstrategien zu verfeinern, unsere Netzwerke und Reichweite innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu erweitern und Investoren dazu einzuladen, uns auf unserer Mission zu begleiten. Der EIT Health Catapult wird uns dabei helfen, mit gleichgesinnten Teams und Organisationen in Verbindung zu treten und uns dazu inspirieren, unsere Vision einer widerstandsfähigeren, einfühlsameren und integrativeren europäischen Gemeinschaft weiter zu verfolgen.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? Unsere Zukunftspläne sehen vor, mehr in unsere Forschung und Entwicklung zu investieren, um das Produktportfolio auf der Grundlage unserer derzeitigen Technologie zu erweitern. Außerdem bauen wir unsere Verkaufs- und Marketingstrategien aus, um weltweit mehr Vertriebspartner zu finden und unseren Direktverkauf innerhalb der EU zu fördern. Unsere Ambitionen sind hoch gesteckt: Wir wollen allen Menschen rund um den Globus einen erschwinglichen Zugang zu unserer Technologie ermöglichen.

Deepc.ai

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: deepc verwendet KI zur Analyse medizinischer Bilder, um Anomalien zu erkennen, zu verdeutlichen und eine Triage von Patienten in Echtzeit zu ermöglichen. Gleichzeitig unterstützt deepc Radiologen dabei, Patienten ohne pathologische Befunde zu identifizieren. Dadurch kann der Radiologe seine Arbeit priorisieren, Fehler reduzieren und insgesamt effizienter arbeiten.

Ursprung der Idee: Die Idee dazu hatten die Mitgründer Julia Moosbauer, eine damals frischgebackene Diplom-Mathematikerin, und Dr. Franz Pfister, der zuvor als Arzt gearbeitet hatte, während ihres Masterstudiums der Datenwissenschaften an der LMU München im Jahr 2018. Beide waren von der Vision getrieben, maschinelles Lernen zur Unterstützung von Ärzten und zur Vermeidung medizinischer Fehler einzusetzen.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): deepc schult seine KI-Modelle anhand von Daten gesunder Patienten. Dies ermöglicht es unseren Modellen, krankheitsagnostisch zu arbeiten und daher für alle Patienten von Nutzen zu sein.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben:Letztes Jahr haben wir am EIT Health MedTech Bootcamp teilgenommen und es bis ins Finale in Paris geschafft. Inspiriert durch die anderen Teilnehmer, das hervorragende EIT-Netzwerk und die Gesamterfahrung des Bootcamps konnten wir an unserer Idee weiterarbeiten und wollten dieses Jahr auf jeden Fall wiederkommen, um deepc einem größeren Publikum vorzustellen.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? Derzeit haben wir einen ersten Anwendungsfall für ein Gehirn-CT entwickelt. In Zukunft wollen wir auch andere Körperregionen und Modalitäten erschließen. Außerdem planen wir, Radiologen nicht nur beim Screening zu unterstützen, sondern weitere Algorithmen zu integrieren, um den gesamten Berichtsablauf zu optimieren. Teil dieses Prozesses wird die Veröffentlichung von deepcOS sein, das die Integration und den schnellen Einsatz von KI-Algorithmen (Dritter) in den klinischen Arbeitsablauf ermöglicht.

PerAGraft 

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: Ziel von PerAGraft ist die Entwicklung und Herstellung patientenindividueller Implantate für kardiovaskuläre Anwendungen. Wir kombinieren eine durchgängig digitale Prozesskette und einen innovativen Herstellungsprozess. Unser Ansatz besteht darin, produkt- und prozessbasierte Innovation zu neuartigen maßgeschneiderten Implantaten zusammenzuführen.

Ursprung der Idee: Die Idee ist im Rahmen eines Forschungsprojekts im Jahr 2012 entstanden, in dem wir uns die Frage stellten, wie wir möglicherweise patientenspezifische Implantate für Weichgewebeanwendungen auf einfache Weise herstellen und einen skalierbaren, zuverlässigen Produktionsprozess etablieren können.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs):Unser wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die Kombination aus einem einfach zu handhabenden Designprozess und einer sehr schnellen Produktion von nur wenigen Tagen anstelle von mehreren Wochen, wie es bisher der Fall war. Unsere PerAGrafting-Technologie ermöglicht es uns, unsere Produkte auf drei Ebenen – Produktgeometrie, Struktur und Mechanik – zu individualisieren.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben:Wir sind der festen Überzeugung, dass das EIT Health Catapult Programm genau das ist, was wir bei PerAGraft brauchen, um unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Es gibt drei Hauptaspekte, die wir in unserem derzeitigen Stadium für äußerst wichtig halten: Erstens das Netzwerk aus europäischen Akteuren, Investoren und Peers, zweitens die großartigen Kurse und das Coaching, die uns auf unserer Reise angeboten werden, und schließlich drittens die Möglichkeit, auf europäischer Ebene vor Investoren zu pitchen. Das ist genau das, was wir zu diesem Zeitpunkt brauchen, um unsere erste Finanzierungsrunde zu sichern. Sie wird uns dazu verhelfen, das Unternehmen so auszubauen, dass wir durch kostengünstige individualisierte Implantate eine patientenzentriertere Versorgung anbieten können.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? Unsere nächsten Schritte sind der Aufbau der Produktionsstätte, der Abschluss der Produktentwicklung sowie die Erreichung der nächsten Meilensteine auf unserem Weg entlang der notwendigen Regulatorien.