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Kategorie BioTech : Das sind die regionalen EIT Health Catapult Finalisten Biotx.ai, Beo Therapeutics, denovoMATRIX, LenioBio und PhagoMed

13 Finalisten wurden für den diesjährigen Regionalen Vorentscheid des EIT Health Catapults ausgewählt. Hier sind die vorausgewählten Kandidaten aus der Kategorie BioTech: Biotx.ai, Beo Therapeutics, denovoMATRIX, LenioBio und PhagoMed.

Am 26. Mai 2020 lädt EIT Health Germany zum Regionalen Vorentscheid des EIT Health Catapult Programms ein. In diesem Jahr sind 13 vielversprechende junge Unternehmen aus ganz Europa dabei, darunter fünf aus der Kategorie BioTech. Das sind die Teams und ihre Projekte:

denovoMatrix

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: denovoMATRIX will die zentralen Herausforderungen überwinden, die die Entwicklung und Umsetzung zellbasierter Therapien verhindern: Zellquantität/-qualität und Patientensicherheit. Die von denovoMATRIX hergestellten Biomaterialien stellen die natürliche Umgebung des menschlichen Körpers in einer Labor-/Herstellungsumgebung für Stammzellen nach und ermöglichen so deren Wachstum in dem Umfang, der Qualität sowie der Sicherheit, um diese erstaunlichen Behandlungen von morgen schon heute zu ermöglichen.

Ursprung der Idee: Die Idee hinter der denovoMATRIX Technologie hat ihre Wurzeln in den Labors von Professor Yixin Zhang und dessen Postdoktorand Dr. Robert Wieduwild. Dort lag der Forschungsfokus primär auf Biomaterialien für die Gewebetechnik.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): Produkte von denovoMATRIX sind unter den wenigen auf dem Markt, die das Dreigespann aus hoher Leistung, Benutzerfreundlichkeit und Modularität bieten – und so ein maßgeschneidertes Produkt für jeden Kunden möglich machen.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Wie wir auch in unserem Video sagen, das denovoMATRIX Team war einfach auf der Suche nach Mentoren und Expertise. Wir sind neugierig, mehr neue Dinge über unseren Markt zu erfahren und glauben, dass das EIT Health Catapult Programm uns dafür die perfekten Möglichkeiten bietet, nicht zuletzt weil so viele erfahrene Teilnehmer ihr Wissen an uns weitergeben können.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? In diesem Jahr steht unsere nächste Finanzierungsrunde auf der Agenda, zudem die Einführung einer neuen Produktlinie und und die Erreichung unseres Ziel, nach ISO: 9001 zertifiziert zu werden. Also eine ganze Menge! Eines unserer Ziele in naher Zukunft ist die Implementierung unserer Produkte für die klinischen Phasen zellbasierter Therapien.

Biotx.ai 

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: Genomische Daten weisen eine problematische Struktur auf: kleine Probengrößen und sehr viele verschiedene Merkmale. biotx.ai hat die Schlüsseltechnologie für die Analyse dieser hochdimensionalen (so genannten breiten) Daten entwickelt, die das volle Potenzial des Genoms erschließen. Unsere Erkenntnisse führen zu hochpräzisen prädiktiven Modellen für die Prävention und neuartige Therapeutika.

Ursprung der Idee: Marco aus unserem Gründerteam hat früher an der University of Cambridge an neuen  Antiinfektiva für die Bill & Melinda Gates Foundation gearbeitet. In diesem Kontext kam er auf die Idee, vorhandene klinische Daten zu nutzen, um die klinische Wirksamkeit – den Engpass in der Arzneimittelentwicklung – von Arzneimittelkandidaten vorherzusagen. Dennoch weisen klinische und insbesondere genomische Daten eine problematische Struktur auf: kleine Stichprobengröße und sehr viele Merkmale. Als Marco hörte, dass Jörn bereits Feature-Selection-Tools für hochdimensionale Daten in der Linguistik entwickelt hatte, war die Idee für biotx.ai geboren.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): Das Problem der „Breiten Daten“ in der Genomik ist besonders schwierig zu lösen. Die meisten Unternehmen, die mit genomischen Daten arbeiten, entscheiden sich dazu, es zu umgehen und versuchen stattdessen, die Zahl der Probanden zu erhöhen, indem sie ganze Populationen sequenzieren, wie es deCODE mit Island gemacht hat und WuXi NextCODE es derzeit mit Irland tut. biotx.ai bietet eine algorithmische Lösung für die Analyse von hochdimensionalen (breiten) genomischen Daten. Anstatt eine große Anzahl von Quasi-Zufallstests für Korrelationen durchzuführen, generiert unsere KI eine überschaubare Anzahl fundierter Hypothesen darüber, welche Varianten oder Interaktionen von Varianten einen Einfluss auf das Merkmal haben könnten, die anschließend getestet werden.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Wir haben im vergangenen Jahr eine Seed-Runde abgeschlossen und bereiten eine Runde der Serie A für 2021 vor. Daher möchten wir den EHC als Roadshow für deren Finanzierung nutzen.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? Mit unseren derzeitigen Investitionen wandeln wir unser Geschäftsmodell von dienstleistungs- zu produktbasiert um. Wir werden die Erkenntnisse aus unseren Analysen in Form von Diagnostika an den Patienten bringen und damit echte Krankheitsvorhersagen ermöglichen. Eine Krankheitsvorhersage ermöglicht hohe Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem, da auch neuartige, länger dauernde teure Arzneimittelbehandlungen aufkommen. Zum Beispiel arbeiten wir mit dem finnischen THL an neuartigen Vorhersagemodellen für die Parkinson-Krankheit und Brustkrebs. Bei letzterem kann eine frühe Vorhersage Leben retten, ohne dass teure medikamentöse Behandlungen erforderlich sind. Für die weitere Kommerzialisierung planen wir für 2021 eine Serie A-Runde. So haben wir uns für den EIT Health Catapult beworben, um uns und unser Produkt Investoren und anderen Interessenvertretern des Gesundheitswesens zur Vorbereitung unserer Finanzierungsrunde Anfang 2021 vorzustellen.

Beo Therepeutics

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: Beo Therapeutics entwickelt Therapien zur Behandlung von Gicht, Bluthochdruck und chronischen Nierenerkrankungen. Die zugrunde liegende Ursache dieser Krankheiten ist die Ansammlung eines Abfallprodukts namens Urat. Unsere Therapien bringen den Stoffwechsel von Urat wieder ins Gleichgewicht, das funktioniert über die Optimierung des Darmmikrobioms. Wir bewegen uns hier in einem schnell wachsenden Markt mit einem Volumen von 2 Milliarden Euro.

Ursprung der Idee: Vor einigen Jahren wurde entdeckt, dass Patienten mit erhöhten Uratwerten ein verändertes Darmmikrobiom haben, welches das Aufkommen von Krankheiten begünstigt. Die Gründer von Beo Therapeutics haben bereits in der Vergangenheit mit Bakterien für therapeutische Zwecke gearbeitet. Durch die Kombination der neuen Erkenntnisse seitens der Patienten mit der Erfahrung der Gründer entstand die Idee, dass eine Verbindung aus sicheren und natürlichen Bakterien das Darmmikrobiom von Patienten wieder ins Gleichgewicht bringen und dadurch Krankheiten behandeln kann.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): Die Lösung, die wir aktuell entwickeln, ist eine patentrechtlich geschützte orale Behandlung, die unsere unternehmenseigenen Bakterienstämme enthält. Unsere neuartige Magenbehandlung zielt darauf ab, das Darmmikrobiom auf zwei Arten zu optimieren: die Produktion von Urat zu reduzieren und die Ausscheidung von Urat zu fördern.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Rikke Nielsen und Nils Hijlkema möchten die Präsentation von Beo vor verschiedenen Hörerschaften und Interessensgruppen perfektionieren, darunter Investoren, mögliche Kooperationspartner sowie Gesundheitsexperten.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an?  Wir streben aktuell Seed-Investitionen in Höhe von einer Million Euro an, um unsere Leitentwicklung abzuschließen. Unser Ziel ist es, innerhalb eines Jahres in eine menschliche klinische Studie einzusteigen. Mit unserem Fast-Track-Ansatz glauben wir, dass wir für unsere Investoren in 3 bis 5 Jahren eine Kapitalrendite erzielen können werden.

PhagoMed

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: Wir vernichten die „bösen“ Bakterien, ohne die „guten“ zu zerstören. Das ist speziell dann wichtig, wenn Infektionen in Mikrobiomen behandelt werden, wie beispielsweise das vaginale Mikrobiom (VMB). Unsere phagen-basierten Medikamente vernichten die schlechten Bakterien innerhalb der Vagina, ohne dabei die gutartigen zu schädigen, die für die Gesundheit der Frau essentiell sind.

Ursprung der Idee: Die natürlichen Feinde der Bakterien sind Phagen. Phagen sind natürliche Viren, die Bakterien erkennen und töten. Aber nicht irgendwelche Bakterien, sondern nur eine bestimmte Art. Wir verwenden Phagen und ihre Fähigkeit, Bakterien selektiv abzutöten, um Medikamente zu entwickeln, die nur bestimmte schlechte Bakterien in unseren Mikrobiomen abtöten. Phagen sind die ideale Lösung für das vaginale Mikrobiom. In diesem Teil des Körpers spielen gute Bakterien (Laktobazillen) eine entscheidende Rolle, um Frauen vor Pilzinfektionen, sexuell übertragbaren Krankheiten und sogar Krebs zu schützen. Bei PhagoMed haben wir in Pionierarbeit ein phagenbasiertes Medikament zur Behandlung der bakteriellen Vaginose entwickelt, einer Vaginalinfektion, von der jedes Jahr 400 Millionen Frauen betroffen sind.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): Bei unserem Vorzeigeprodukt PM-477 handelt es sich um ein auf Phagen basierendes rekombinantes Endolysin, das erstens die schlechten Bakterien der Bakteriellen Vaginose (Gardnerella) sehr wirksam abtötet, zweitens die guten Vaginalbakterien (z.B. Laktobazillen) nicht schädigt, drittens für den Menschen völlig sicher sein dürfte, da es aus einer natürlichen Quelle gewonnen wird, und viertens eine einzigartige Kombination aus hoher Wirksamkeit, hoher Präzision und hoher erwarteter Sicherheit aufweist, die in keinem anderen in der Entwicklung oder auf dem Markt befindlichen Produkt zu finden ist.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Der EIT Health Catapult ist europaweit der erste Biowissenschaften-Wettbewerb. Hier unser Produkt vorzustellen ermöglicht es uns, die Sichtbarkeit unserer wissenschaftlichen Arbeit, unseres Teams und unserer Medikamente zu erhöhen.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? Wir sind bereit, unser Medikament gegen bakterielle Vaginose in klinischen Studien mithilfe unseres Teams und unseres Portfolios einzubringen. Um dies zu erreichen, befinden wir uns derzeit in der Serie A-Finanzierungsrunde und suchen nach zusätzlichen Investoren, die sich unserer Reise anschließen. Wir arbeiten auch an den nächsten Zielen, nämlich der Entwicklung weiterer Indikationen, bei denen die Abtötung von schlechten Bakterien, ohne den guten Bakterien zu schaden, die Gesundheitsfürsorge und das Wohlbefinden signifikant verbessern kann.

LenioBio

Eure Lösung in max. 50 Wörtern: LenioBio entwickelt effiziente, robuste und nachhaltige Technologien. Unser Ziel ist es, die Art und Weise, wie proteinbasierte Medikamente hergestellt werden, zu revolutionieren. Aktuelle Ansätze basieren auf der Verwendung ganzer Zellen. Sie sind zeitaufwändig, teuer und unflexibel. Unsere zellfreie Plattform ALiCE ist anders: ein vielseitiges und mobiles System für die Proteinproduktion. Schnell, kostengünstig und flexibel.

Ursprung der Idee: Alles hat mit einer Zusammenarbeit von Corteva AgriScience und dem Fraunhofer IME zur Verbesserung eines pflanzenbasierten zellfreien Expressionssystems angefangen. Unser CEO und Gründer, Dr. Remberto Martis, hat sofort das Potenzial dieser Technologie erkannt, die Art und Weise, wie Proteinwirkstoffe bislang hergestellt wurden, zu verändern. Die Technologie ermöglicht es, Bedürftigen zu helfen, wo immer sie gerade sind.

Wichtigste Produktmerkmale (USPs): Mit unserer zellfreien Plattform ALiCE bieten wir eine vielseitige Proteinproduktionsplattform an. ALiCE kann für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden. Es verkürzt die Produktionszeiten (Monate bis Stunden) massiv und erhöht den Screeningerfolg. Im Vergleich zur Zellexpression ist ALiCE schnell, flexibel und kostengünstig.

Darum habt ihr euch beim EIT Health Catapult beworben: Wir möchten die Gelegenheit nutzen, unser Unternehmen sowie unsere disruptive Technologie einer breiteren Zuhörerschaft vorzustellen. Wir sind sicher, das Pitch Training und Coaching wird uns dabei helfen, unsere Technologie auf die effizienteste Art und Weise zu präsentieren.

Eure Zukunft, eure Pläne: was steht bei euch als nächstes an? ALiCE ist bislang als Expressionskit für Screening und mg-Proteinproduktion auf dem Markt. Bis Ende 2021 soll die Plattform auf den industriellen Maßstab hochskaliert werden. Darüber hinaus planen wir die Evaluierung verschiedener Anwendungen und Geschäftsfelder für unser zellfreies System.