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FAU stellt Team für neues Forschungszentrum EmpkinS zusammen

Neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Friedrich-Alexander-Universität wurde gerade für die nächsten 4 Jahre bewilligt und arbeitet derzeit an der Besetzung offener Stellen.

 

Sensortechnologie zu entwickeln und Bewegungsdaten für den menschlichen Körper zu sammeln, ist das Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) der FAU, der gerade von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt wurde. Der neue SFB trägt den Projekttitel „Empatho-Kinaesthetic Sensory Systems“ (EmpkinS). Seine Forschungen zielen darauf ab, die äußere Beobachtung von Körperbewegungen, wie Bewegungen von Kopf, Rumpf und Gliedmaßen, Mimik oder auch ein leichtes Zucken unter der Hautoberfläche mit inneren Abläufen über Körperfunktionsmodelle zu verbinden.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Vossiek vom Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik und Prof. Dr. Björn Eskofier vom Machine Learning and Data Analytics Lab will dies durch die Entwicklung von Methoden und Technologien erreichen, die die Informationen von äußerlichen Bewegungen mit internen biomedizinischen Prozessen verknüpfen. Die äußeren Bewegungen werden mit sensorischen Systemen gemessen, die ebenfalls im Zentrum entwickelt werden. Ziel von EmpkinS ist es, mit nicht-invasiver und in Zukunft leicht verfügbarer Sensorik die gleichzeitige Erfassung mehrerer Körper-(Dys-)Funktionen zu ermöglichen. Im Fokus der Empathokinästhetischen Sensorik stehen medizinische Fragestellungen der Immunologie, Neurologie und Palliativmedizin sowie psychische Erkrankungen wie Depression und Stress.

Das CRC ist für die nächsten vier Jahre bewilligt und wird mit 11 Millionen Euro gefördert. Zu den beteiligten Einrichtungen zählen neben der FAU auch die Technische Universität Hamburg, die Universität Bayreuth und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen.

 

 

Zusammensetzung des neuen Forschungsteams in vollem Gange

Um die Forschung zeitnah vorantreiben zu können, schreibt die FAU derzeit 23 Doktoranden- (und 2 Clinician Scientist)-Stellen in den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Medizintechnik aus, die in der Lage sind, die biomechanische Modellierung und Simulation durchzuführen und sich den technischen Herausforderungen zu stellen: (biomedizinische) Signalverarbeitung, Computer Vision, integrierte Schaltkreise, maschinelles Lernen, Neuromechanik, Radar- und optische Sensorik, drahtlose Kommunikation.

Weitere Positionen werden an den Anwendungsgebieten der Medizintechnik in der Medizin arbeiten und die aus Sensordaten abgeleiteten diagnostischen Parameter, Mustererkennung in Bewegungsdaten, berührungslose Sensorik und muskuloskelettale Funktion als Biomarker für Krankheitsaktivität untersuchen.

Darüber hinaus sucht das Team auch Doktoranden in Medizin (Immunologie, Neurologie, Palliativmedizin) und Psychologie (Emotionen und Depression, Stress, Erfassung depressionsrelevanter Kinästhesie, biofeedbackbasiertes kognitives Reframing) sowie aus dem theologischen Bereich zur Einschätzung von Verantwortung , Kontrollierbarkeit, Einwilligung, Ethik in und durch Design, Governance, normative Analyse and qualitativ-empirischen Studien.

Wenn Sie Interesse haben, sich an dem neuen Projekt zu beteiligen, finden Sie hier alle offenen Stellen.

Weitere Informationen finden Sie unter empkins.de. Bewerbungsschluss ist der 14. Juni.