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Austauschprogramm im Rahmen des FRAIL Projekts

Fünf Studenten, drei Studienfahrten und eine neue Vision für die Messung von Fragilität

Die Möglichkeit, unabhängig zu leben und ein aktiver Teil im sozialen Gefüge zu bleiben, ist von zentraler Bedeutung für ältere Menschen. Doch mit der stetigen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes wird es immer mehr zur Herausforderung, den bisherigen Lebensstandard zu halten. Einer der altersbedingten Nebeneffekte ist Gebrechlichkeit. Diese stellt ein bekanntes klinisches Syndrom bei älteren Personen dar und geht mit Ereignissen wie Instabilität, Stürzen und Krankenhausaufenthalten einher. Bis 2050 werden mehr als zwanzig Prozent der Weltbevölkerung über 60 Jahre alt sein, dies hat zur Folge, dass die Anzahl an Betroffenen entsprechend ansteigen wird. Angesichts dieser Entwicklungen wird der Bedarf nach einer schnellen Lösung zusätzlich verdeutlicht.

In diesem Zusammenhang unterstützt EIT Health das international durchgeführte Projekt „FRAIL“, das von der Technischen Universität München in Kooperation mit Qolware, CapDigital, MADoPA und IMEC geleitet wird. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Smartwatch-App zu entwickeln, die ältere Personen dabei unterstützt, ihren aktuellen Gesundheitsstatus fortlaufend im Blick zu behalten, Routineabläufe sowie Vorfälle wie Kontrollverluste zu dokumentieren und so ernste Konsequenzen der Symptomatik zu vermeiden.

Nach neun Monaten der Projektbetreuung organisiert die TUM jetzt ein Austauschprogramm, das Studenten die Gelegenheit gibt, innovative Technologien kennenzulernen, die einen gesunden Alterungsprozess begünstigen können. Im September und Oktober werden fünf interessierte Studierende als Teil dieses Programms das Start-up Qolware, die Abteilung für  Menschliche Bewegungswissenschaft der TUM sowie das Zentrum für Elektronik und Informatik der Freien Universität Brüssel besuchen.

Der erste Stopp war bei dem auf digitale Gesundheitslösungen spezialisierten Unternehmen Qolware, wo die Studenten mehr über State-of-the-Art Instrumente für Gebrechlichkeitsbewertung erfahren konnten, eine Produktstudie durchführten sowie bei dem Gestaltungsprozess der Nutzeroberfläche der App mitzuwirken. 

 

Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen beim FRAIL Projekt und sehen erwartungsvoll neuen Lösungen für intelligente Apps und Wearables im Bereich Fragilitätsmessung entgegen. 

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite.